• Wann platzt die Blase?

Wann platzt die Blase?

20.09.2017    

Die Wogen gehen hoch. Die neusten Zahlen zu den leerstehenden Wohnungen verheissen nichts Gutes. Die prognostizierte Korrektur im Mietwohnungsmarkt scheint zumindest bei den neu erstellten Wohnungen an 2. Lage einzusetzen. Hier werden Mieter dank der regen Bautätigkeit und dem rekordtiefen Referenzzinssatz wohl profitieren können. Ihre Wohnkosten werden sinken.

 Eine andere Entwicklung ist bei den Eigenheimpreisen festzustellen. Entgegen der Entwarnung zu Beginn des Jahres sind die Preise insbesondere an guter Lage weiterhin gestiegen. Die rekordtiefen Hypothekarzinsen machen den Haus- oder Wohnungskauf weiterhin attraktiv. Ein diesbezüglich interessanter Indikator, die Zahl der Suchabonnemente in Immobilienportalen, ist im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. Zudem hinkt das Angebot der Nachfrage hinterher. Die Wohnraumproduktion für Eigenheime war in diesem Jahrhundert noch nie so tief.

Richtig ist, dass in einigen Regionen auch eine Entspannung zu beobachten ist. Der «Blasen-Index» der UBS bewegt sich aber weiterhin deutlich im Risikobereich. Die Eigenheimpreise steigen, die Mieten stagnieren oder sinken gar, die Indizes zu den Konsumentenpreisen bewegen sich ebenfalls kaum. Die Wohnkostenquote ist dadurch bei den Neuerwerbern von Wohneigentum eher gestiegen. Sollten die Zinsen – wie allerdings schon öfter falsch prognostiziert – tatsächlich stark steigen, ist nicht mehr die Frage, ob die Blase platzt, sondern nur noch wann…