08.05.2018 - Keine unfairen Steuerhürden mehr für Zürcher KMU!

08.05.2018    

Zürcher Unternehmen sind bei der Grundstückgewinnsteuer schlechter gestellt als ausserkantonale. Eine Gesetzesrevision soll diesen Wettbewerbsnachteil nun beheben und Zürich den anderen Kantonen gleichstellen.

Rechtsgleichheit schaffen

Zürcher Unternehmen sind beim Verkauf von Immobilien steuerlich benachteiligt, da sie Betriebsverluste nicht mit dem Wertzuwachs aus dem Verkauf von Immobilien verrechnen dürfen. Alle anderen Schweizer Kantone lassen eine solche Verrechnung bereits zu. Es ist ungerecht, Zürcher Unternehmen, welche sich über Liegenschaftsverkäufe sanieren wollen, als einzige in der Schweiz zu bestrafen.

Die steuerliche Schlechterstellung von zürcherischen Firmen gegenüber ausserkantonalen Betrieben widerspricht dem verfassungsmässigen Grundsatz der Rechtsgleichheit. Ebenso wird das Grundrecht der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit verletzt.

Wettbewerbsnachteil abbauen

Mit der bisherigen Zürcher Steuer-Praxis werden Zürcher KMU steuerlich bestraft, welche sich über Liegenschaftsverkäufe sanieren und ihre Existenz sichern wollen. Im interkantonalen Ranking belegt der Kanton Zürich bei der Gewinnbesteuerung bereits einen der hintersten Ränge. Das lässt aufhorchen. Die geltende Steuer-Praxis ist für Zürcher Unternehmen ein klarer Wettbewerbsnachteil und muss sich daher an die umliegenden Kantone anpassen, um Abwanderungen zu verhindern. Dieser beträchtliche Standortnachteil für in Zürich verwurzelte Betriebe wird mit der Änderung des Steuergesetzes nun endlich behoben.

Standortnachteil beheben

Gemäss dem Ressourcenindex des Bundes - dieser zeigt die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit eines Kantons im Schweizer Durchschnitt - hat der Kanton Zürich in den letzten zehn Jahren 6,1 Prozent verloren, während beispielsweise im gleichen Zeitraum Obwalden 35,1 und Schwyz 48 Prozent zulegten. Damit gehört der Kanton Zürich zu den grossen Verlierern. Nur mit wirtschaftsfreundlicher Politik lässt sich das Steuersubstrat erhöhen und einer Abwanderung von Firmen in Nachbarkantone entgegenwirken.

Gegen die sinnvolle Anpassung des Steuergesetzes zum Wohle der einheimischen Betriebe hat die Linke das Referendum ergriffen. Daher braucht es am 10. Juni ein überzeugtes Ja für mehr Steuergerechtigkeit!